Gymnasium Renningen - Canton High School / GAPP-Austausch vom 19.3.07 zum 9.4.07 (Nr. 2000)

Bilder vom Austausch 2007

Wir verbrachten drei Wochen in den USA, davon zwei in Plymouth- Canton an der Partnerschule Canton und eine im Anschluss in New York.

Unsere Partnerschule Canton befindet sich mit zwei weiteren großen High Schools auf einem Campus der Städte Plymouth-Canton, westlich von Detroit im Staat Michigan. Durch den Zusammenschluss der drei Schulen mit insgesamt 6000 Schülern ist es möglich, ein riesiges Unterrichtsangebot bereitzustellen, das für unsere Schüler deshalb so beeindruckend war, weil viele dieser Fächer, wie z.B. drama class, radio and video classes, entrepreneurship sowie viele Angebote für berufsorientiertes Lernen, an einem allgemeinbildenden Gymnasium nicht angeboten werden. Auch das breite Sportangebot war für unsere Schüler unvorstellbar.

Unsere 18 Schüler (10 Mädchen und 8 Jungen der Klassenstufe 10 und 11) wurden überaus herzlich bei den Gastfamilien aufgenommen, vielfach hatten sich schon durch den email-Kontakt sehr positive Beziehungen herausgebildet.

Unsere Kolleginnen hatten ein umfangreiches Programm ausgearbeitet, vom Empfang an der Schule, beim Bürgermeister der Stadt Plymouth und dem Schulamt bis zu Ausflügen nach Detroit und ins Henry-Ford-Museum. Wir nahmen auch an einer Führung durch das Holocaust Memorial teil, wo uns besonders der Erlebnisbericht eines Überlebenden des Holocaust beeindruckt hat. In Plymouth konnten wir uns noch in einigen Art Galleries umsehen und mit zeitgenössischen Entwicklungen auf dem Kunstmarkt bekannt machen.

Die meiste Zeit verbrachten wir aber an der Schule und im Unterricht. Unsere Schüler nahmen aktiv und interessiert am Unterricht ihrer Partner bzw. an selbst gewählten Unterrichtsstunden teil. Die Wochenenden in den Familien waren von Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung (Kanada, Chicago!) geprägt. Natürlich durften auch shopping malls und restaurants sowie Gottesdienstbesuche nicht fehlen, um den Schülern einen umfassenden Einblick in den American way of life zu geben.

Nach zwei erfüllten Wochen ging es dann nach New York, wo wir sehr zentral in der Nähe des Times Square wohnten. Die Schüler wurden zunächst behutsam mit der Geografie der Stadt vertraut gemacht, was heißt, soviel wie möglich zu Fuß zu erkunden und nach Bedarf dann auf die subway zurück zu greifen. Auf dem Programm standen das Empire State Building, das American Museum of Natural History, das MoMA, das Guggenheim-Museum, eine Führung im UN-Gebäude, Central Park, Grand Central Station, Circle Cruise Line und eine Fahrt nach Ellis Island, Spaziergänge durch die Wall Street und die ethnischen Viertel wie Chinatown und Little Italy, East Village und Greenwich. Ground Zero wirkt auch heute, obwohl es inzwischen nur noch wie eine Großbaustelle aussieht, erschütternd.

An den Abenden standen ein Opernbesuch in der MET, ein Konzert der Blue Man Group und ein Kinobesuch auf dem Programm. Ein letzter Höhepunkt war ein Ostergottesdienst in der Canaan Baptist Church in Harlem mit einem großen Gospelchor.
Natürlich gehörten auch Freizeit und Einkaufen zum Erleben einer Weltstadt, die Schüler waren schließlich selbstständig in der Lage, sich in kleinen Gruppen auf Entdeckungsreise zu begeben.

Nach diesen ereignisreichen Wochen kamen wir am Montag 09.04.07 erschöpft von der langen Reise und den vielen, überwältigenden Eindrücken, aber sehr glücklich in Renningen an.
Gudrun Kries-Kneer