Austauschbericht über den Austausch mit Conversano vom 15.10.09-22.10.09
Noch etwas verschlafen traten wir um 4.45 Uhr die Reise mit 17 Schülern und zwei Begleitlehrern an. Dank der direkten
Flugverbindung mit Bari trafen wir dort um 8.40 Uhr termingerecht bei Sonnenschein ein. Wir wurden mit dem Bus abgeholt
und kamen um 10.00 Uhr an der Schule an, wo wir schon frenetisch von den Austauschschülern begrüßt wurden. Nachdem die
Koffer im Computerraum zwischengelagert waren, begann nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Direktors der Schule unser
Programm mit einer Einführung eines internationalen Höhlenforschers, der uns in Wort und Bild die Karsthöhlen Apuliens
vorstellte, die wir dann am darauf folgenden Mittwoch noch aus eigener Anschauung kennen lernen sollten.
Nach dem Ende der offiziellen Vormittagsschule wurden die deutschen Schülern von ihren Gasteltern vor der Schule empfangen
und verbrachten den Nachmittag in ihren Familien.
Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Bari, der Provinzhauptstadt Apuliens, wo ein reiches kulturelles Besichtungsprogramm
anstand. Zunächst in zwei Gruppen die auf italienisch geführte Besichtigung der stilbildenden apulisch-romanischen Kirche
des heiligen Nikolaus, dann die Besichtigung der romanischen Kathedrale, in der gerade eine italienische Hochzeit gefeiert
wurde, sowie der schwäbischen Festungsanlage, die maßgeblich von Friedrich II ausgebaut wurde. Am Nachmittag konnten die
Schüler dann auf eigene Faust die engen Gassen Baris sowie die dortigen Geschäfte erkunden.
Den Samstag Morgen verbrachten wir wieder in der Schule, u.a. mit einem dt.-it. Volleyballspiel sowie einer in gemischten
Gruppen durchgeführten Internetrecherche über die Region Apulien und den Vergleich unserer beiden Austauschschulen.
Den verregneten Sonntag verbrachten unsere Austauschschüler in ihren Gastfamilien.
Am Montag immer noch bei Regen machten wir uns auf, die Schönheiten Conversanos zu entdecken. Wir besichtigten die Kirche
San Cosma, warfen einen Blick auf das romanische gerade neu restaurierte Kloster San Benedetto und flüchteten dann in das
Innere der normannischen Festung, wo die städtische Gemäldegalerie mit den Bildern Paolo Finoglios über die Kreuzzüge nach
Jerusalem untergebracht ist. Am Ende unseres Rundganges wurden wir vom Kulturassessor der Stadt empfangen, der uns noch ein
Heißgetränk in der Bar spendierte. Am Abend gab es dann eine School-party, wo die Mütter und Schüler uns mit landestypischen
Spezialitäten verwöhnten. Auch die italienischen Gasteltern nahmen regen Anteil am Austausch und suchten das Gespräch mit
den Schülern und Lehrern.
Am Dienstag ließ sich dann auch wieder die Sonne sehen und begleitete uns auf zwei Betriebsbesichtigungen, einmal zu
"Puglia Sapori", wo die würzigen Hartgebäckkringel, die Taralli, hergestellt werden sowie zu einer Ölmühle, wo speziell
für uns die erste Pressung des "olio d'oliva extravergine" durchgeführt wurde. Am Nachmittag dann besichtigten wir bei
strahlendem Sonnenschein, sachkundig auf italienisch geführt, Polignano a mare, dessen Charme mit den engen Gässchen
sowie den Kalksteinhöhlen und dem türkisfarbenen Meer wir uns nicht entziehen konnten.
Am Abend dann hat die Altenbegegnungsstätte "Gioia di vivere" für uns einen Imbiss arrangiert, tatkräftig unterstützt
von den Müttern der Klasse, die für uns schmackhafte "Panzerotti", Lasagne u. ä. zubereiteten.
Am Mittwoch, unserem letzten Tag in Conversano, brachen wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen
(17 Grad) auf zur Besichtigung der Castellana-Grotten, einer der größten Karsthöhlen der Gegend, auf deren Schönheiten
uns auf einem ca. 3 km langen Weg ein italienischer Führer aufmerksam machte.
Danach stand der Besuch der steinernen Iglus, der Trulli in Alberobello an und gegen 17.00 Uhr kamen wir wohlbehalten
wieder in Conversano an. Am Donnerstag morgen dann um 6.15 Uhr traten wir nach einem tränenreichen Abschied und vielen
guten Wünschen den Heimweg an. Insgesamt kann man sagen, dass der Austausch sowohl in sprachlicher als auch in menschlicher
Hinsicht ein Erfolg war und unseren Schülern einen Motivationsschub für das Italienischlernen in der oft schwierigen
Klasse 11 verliehen hat.
Renningen, den 13.11.09
Doris Demel
Italienaustausch mit Bari
Bericht von Henning Frank, Sara Diener, Kl. 10a
Der diesjährige Italien-Austausch der Klassen 10 und 11 fand vom 15. bis 22. Oktober zum ersten Mal in der Region Apulien
(itl. "Puglia") statt.
Um ca. 4.45 Uhr brachen alle 17 Teilnehmer mit Frau Burda und Frau Demel im Reisebus zum Flughafen Stuttgart auf.
Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben hatten und problemlos durch die Sicherheitskontrollen gekommen waren, machten wir uns
auf zu Flug Nr. X 3 3474, welcher uns nach Bari-Palese bringen sollte. Als wir um ca. 8.30 Uhr unsere Füße auf italienischen
Boden setzten, stand unser Gepäck schon bereit. Mit der halbstündigen Verspätung des Busses machten wir das erste Mal
Bekanntschaft mit der italienischen "Pünktlichkeit", von der wir in der folgenden Woche noch genug zu spüren bekommen
sollten…
Mit dem lauten und herzlichen Empfang durch die italienischen Austauschpartner im "Liceo Scientifico Sante Simone"
begann eine ereignisreiche und unvergessliche Woche.
In den folgenden Tagen standen kulturelle Ausflüge, ein Volleyballmatch, multimediale Workshops, eine von Eltern und
Schülern organisierte Schulparty sowie andere interessante Unternehmungen auf dem Programm. Schon am zweiten Tag fuhren
wir nach Bari, die Hauptstadt der Region Apulien. Nach einer Führung durch die Stadt hatten wir noch Zeit zur freien
Verfügung.
Des Weiteren besichtigten wir Conversano und Polignano a mare, wo einige von unseren Austauschfamilien wohnen. Auch die
Grotten von Castellano und die "Trulli" von Alberobello standen auf dem Plan.
An freien Abenden ist bei italienischen Jugendlichen immer uscire (dt. "ausgehen") angesagt und auch unter der Woche war
man vor 24 Uhr nicht zu Hause, da man entweder in Bars saß, einen "giro" durch die Stadt machte (dt. "Spaziergang") oder
anderweitig auf Achse war.
Mit einem tränenreichen Abschied und vielen Erinnerungen ließen wir Conversano dann am 22.10. um ca. 6.30 Uhr hinter uns
und kamen um ca. 12.30 Uhr wieder in Renningen an.
Abschließend wollen wir uns herzlich bei Frau Demel und Frau Burda bedanken, die so mutig waren.