Betrifft Hausaufgaben:
MAZE ist kein Typ!!

Hausaufgaben müssen alle machen: Politiker, Fußballtrainer und auch Schüler. Aber wie viel? Um eine Orientierung hierfür zu geben, empfehlen wir am Gymnasium Renningen in Zukunft das folgende Modell MAZE.

MAZE
Die Mindestarbeitszeit


Normaler
Unterrichtstag
Keine HA auf
den nächsten Tag
Keine
Hausaufgaben
Pflicht
HA auf den
nächsten
Tag
HA (nur ein Teil)
auf den
übernächsten Tag
KA - Vorbereitungen
Vok.- Wiederholungen
Spez. Lernen
Soll
HA (nur ein Teil)
auf den
übernächsten Tag
KA - Vorbereitungen
Vok.- Wiederholungen
Spez. Lernen
Kür
KA - Vorbereitungen
Vok.- Wiederholungen
Spez. Lernen


Wichtig:
1.)   MAZe
      a) für Werktage (z.B.: Kl. 5-6: 1 Std. / Kl. 7-10: 1,5 Std.)
      a) für Samstag/Sonntag/Feiertag (z.B.: die Hälfte)
          genau festlegen!

2.)    Hausaufgabenheft präzise nach "bei/auf/auf - Eintragung" führen!

3.)    MAZe immer einhalten, auch wenn einmal keine Hausaufgaben auf den nächsten Tag auf sind!


Es geht von einer MindestArbeitsZEit aus, die der Schüler täglich für die Hausaufgaben verwendet.Dies ist unabhängig davon, ob auf den nächsten Tag tatsächlich "Hausis" auf sind. Diese MAZE wird gemäß der Abbildung in 3 Katekorien eingeteilt.Die Maze wird je nach Klassenstufe aufgestockt. Es gelten folgende Empfehlungen:
  • 5/ ca. 1 Stunde
  • 7-10 ca 1,5 Stunden
  • Oberstufe: Im Ermessen des Schülers, jedoch nicht unter 1,5 Stunden
  • Je nach Hausaufgabenmenge wird die MAZE für die verschiedenen anliegenden Pflichten verwendet. Durch dieses flexibleModell werden die verschiedenen Problemfehler gelöst. Die Flexibilität kommt dem Schüler zugute, der auch lernt, Veantortung für seine Leistung zu übernehmen.

  • Der Umfang der Hausaufgaben ergibt sich durch die Eigenleistung der Schüler und ist geregelt (eben eine Stunde), da erfahrungsgemäß weniger als ein Stunde am Schreibtisch für die erledigung der tatsächligen Aufgaben verbracht wird. Die Mindestarbeitszeit wird eigenverantwortlich und flexibel durch den Schüler gemanagt
  • Der Nachmittagsunterricht darf nicht zum Aussetzen der MAZE legitimieren. Lediglich eine Reduktion um höchstens die hälfte sollte zulässig sein.
  • Am Wochenende empfiehlt sich ebenso eine Halbierung der MAZE. Die Vorbereitungauf die Klassenarbeitenist integriert.
  • Individuelle Aufgaben (z.b.Referate) sind unterzubringen oder stellen sowieso eine meist freiwillige Zusatzleistung dar.
  • Eine Koordination oder Kontrolle durch den Klassenlehrer ist nicht notwendig,die Schüler arbeiten eigenverantwortlich. Die Lehrer der einzelnen Fächer streben an, im Mittel nicht mehr als 10-15 Minuten pro Fach zu belegen. Die Nebenfächer treten meist sowieo etwas zurück.
  • Die Hausaufgabenproblematik kann zudementschärft werden, wenn man über die Organisation des Vormittags in Doppelstunden nachdenkt. Denkbare Umstellungen auf ein Doppelstundenmodell würde hier eine Halbierung der Hausaufgaben auf den nächsten Tag bewirken. Auch hier können Innovationen "die Welt verbassern".

    Über die Ferien darf MAZE ausgesetzt oder reduziert werden.

    Wichtig ist für MAZE,das der Schüler über eine Uhr am Arbeitsplatz verfügt und die ausgefüllte Zeit dokumentiert .Er sollte hierfür einen Abreiszettel verfügen. Er muss die MAZE nicht am Stück verbringen sondern kann auh zwischendurch eine Pause machen oder zum Spielen weggehen, allerdings mit der Absicht, die auf seinem Zettel fixierte Restzeit noch zu verwenden.

    Die Erfahrung zeigt, dass eine konsequente Durchführung der MAZE zu einer deutlichen Leistungsverbesserung führt. Eintscheidend ist die Gewöhnung an das regelmäßige Arbeiten. Hausaufgabenfreie Tage werden also unbedingt zum Wiederholen und Üben verwendet.Vor allem bei den Klassen 5 bedeutet eine regelmäßige einstündige Arbeitszeit eine sinnvolle und auf dem Gymnasium zumutbare Hausaufgabe.
    Durch die Regelmäßigkeit ergibt sich der wichtigste Vorteil, nämlich die Vermeidung der ,,Spitzenlasten'' der Saisonarbeiter, die erst vor einer Klassenarbeit / Klausur lernen, was in der Regel als große Überforderung gefühlt wird und tatsächlich auch eine ist. Diese wird durch die Anwendung des Modells umgangen.
    Über die Ferien soll die Rezeption von Lektüren mit kleinen Notizaufgaben zur Vorbereitung auf den Deutschunterricht als Hausaufgaben zur Entlastung der Unterrichtszeit erlaubt sein.

    Diese Modell wird in der folgenden Zeit an alle Klassen vermittelt und ab dem kommenden Jahr in DISCO in Klasse 5 unterrichtet, damit diese künftig viele Tore und keine Böcke schießen. (Tino Miksche)